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Renaturierung

Wiederherstellung naturnaher Lebensverhältnisse

Das Ministerium für Landwirtschaft und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern hat 1995 ein Moorschutzprogramm beschlossen. Damit war eine Grundlage geschaffen, in Zusammenarbeit mit der Stadt Ribnitz-Damgarten, der Umweltinitiative Prince Nature Support, dem Arbeitsamt und allen zuständigen Behörden die tiefgründige Entwässerung des Moores zu beenden. Das Projekt zur Wiedervernässung lief von 1995 bis zum Jahr 2000. Die Maßnahmen beruhen auf den Ergebnissen der Oberflächenvermessung, der geologischen, der hydrologischen und der hydrogeologischen Untersuchungen sowie den Ergebnissen der Vegetationskartierung. In vierjähriger Bauzeit wurden 29 Absperrvorrichtungen und Überläufe geschaffen. Darüber hinaus wurden Wege für den Materialtransport naturnah gestaltet und Wanderleiteinrichtungen, Bohlenstege, Sitzbänke und Beschilderungen aufgebaut. Der Rückbau des Entwässerungssystems führte zu einer ganzjährigen deutlichen Erhöhung des schwebenden Grundwassers in den ombrogenen Torfen sowie des Grundwassers in den Sanden. Die vor der Renaturierung installierten Grund-, Moor- und Grabenwasserpegel werden regelmäßig abgelesen und bilden die Grundlage für ein jährliches Beweissicherungsmonitoring.

Das Ribnitzer Große Moor hat sich erholt. Durch die Wiedervernässung ist es gelungen, den Grundwasserspiegel unterhalb des Moores um etwa 0,8 bis 1 Meter anzuheben. Der Wasserspiegel im Moor ist um etwa einen Meter angestiegen, wodurch es den größten Teil des Jahres nass und feucht ist. Torfmoose fangen an, das Moor zurück zu erobern und den aufgewachsenen Wald zu destabilisieren. Damit wird der Moorwald längerfristig regenmoortypischen, torfbildenden Vegetationsformen weichen. Auf eine forstwirtschaftliche Nutzung wird seitens des Eigentümers, der Stadt Ribnitz-Damgarten, verzichtet.

Besucher können das Schutzgebiet auf einem Exkursionsweg, der die Lebensräume des Moores quert, durchwandern.

Renaturierung

anschaulich erklärt
Renaturierung

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