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Die "Glashütte"
18311 Ribnitz-Damgarten
Ortsteil Damgarten

Die "Glashütte"

1852 genehmigte die Regierung in Stralsund den Bau einer Glashütte in Damgarten. Schon 1856 hatte die Hütte 16 Beschäftigte und produzierte ausschließlich grünes Hohlglas in Form von Flaschen für Mecklenburg und Lübeck.

In den Folgejahren erhöhte sich die Zahl der Arbeiter auf 23, die Produktion wurde ausgeweitet. Eine Visitation des Betriebes führte 1866 zur Ermahnung des Eigentümers, keine Kinder unter 12 Jahren zu beschäftigen. Nach 1867 modernisierten und erweiterten verschiedene Besitzer die Glashütte, erneuerten den Brennofen und errichteten das Maschinenhaus. Ab 1884 war der Kaufmann Henry Josephy neuer Eigentümer, er ließ einen schiffbaren Zugang zur Recknitz und weiter über den Saaler Bodden zur Ostsee herstellen. 1896 hatte die Hütte 60 Mitarbeiter. Ein Brand 1902 und die wachsende Konkurrenz von Großherstellern führten zum Niedergang der Glashütte. 1913 wurde der Betrieb auf einer Zwangsversteigerung an den Verband Deutscher Flaschenfabrikanten verkauft, der die Hütte sofort schloss. Doch bis heute heißen die noch erhalten gebliebenen Häuser rechtsseitig am Beginn der Saaler Chaussee "Glashütte".