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Das Klarissenkloster
18311 Ribnitz-Damgarten
Ortsteil Ribnitz

Das Klarissenkloster

1323 stiftete Heinrich II. von Mecklenburg, genannt der Löwe, auf dem Gelände seiner ehemaligen Burg ein Klarissenkloster. Aus der Gründungszeit blieb nur die Klosterkirche erhalten, ein im Sinne der Bettelorden schlichtes gotisches Bauwerk.

Die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammende heutige Bebauung wurde teilweise auf den Fundamenten der ehemaligen Klostergebäude errichtet. Die Häuser dienten den Konventualinnen des „Landesklosters Ribnitz“, einem evangelischen Damenstift, als Wohnungen. 1919 wurde das Stift aufgelöst, die Damen erstritten sich jedoch lebenslanges Wohnrecht. Als letzte von ihnen starb Olga von Oertzen im Jahre 1961.

Im Zuge umfassender Rekonstruktions- und Sanierungsarbeiten wurden in den letzten Jahren die Gebäude unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten nutzbar gemacht.

Die ehemaligen Klostergebäude beherbergen heute neben dem "Deutschen Bernsteinmuseum" und der "Galerie im Kloster" auch das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek, das Standesamt und Wohnungen.

Die 2010 nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder eröffnete Klosterkirche bildet einen würdigen Rahmen für einzigartige Zeugnisse der fast 700jährigen Kloster- und Stiftsgeschichte. Neben dem so genannten „Nonnenstaub“, Funden aus dem Kirchengestühl, sind hier die „Ribnitzer Madonnen“ zu sehen, bedeutende Zeugnisse der mittelalterlichen sakralen Kunst Norddeutschlands.